Im Norden liegen die Küstenorte Sint Maartenszee und Callantsoog, im Süden Camperduin und Schoorl. Petten ist bekannt für den Hondsbossche Zeewering, einen Deich an der Stelle, wo im Mittelalter eine Sturmflut die ursprünglichen Dünen durchbrach. Von der Panoramadüne aus bietet sich mit Blick nach Süden ein bemerkenswertes Kunstwerk am Strand: der Palendorp von Petten. Er ist ein beliebter Ort für Fotografen, da man dort wunderschöne Motive aufnehmen kann.
Das heutige Dorf Petten ist bereits das vierte Dorf an diesem Ort. Die ersten beiden Dörfer versanken im Meer, das dritte wurde im Zweiten Weltkrieg auf Befehl der deutschen Wehrmacht im Zuge des Baus des Atlantikwalls abgerissen. Bei der St.-Elisabeth-Flut von 1421 wurden Petten und ein Dünenrücken vollständig weggespült. Anschließend wurde hinter den Dünen ein Deich errichtet, um Überschwemmungen zu verhindern. Seit 1880 wird Petten durch den Hondsbossche Zeewering geschützt, einen 5,5 km langen Deich, der später verstärkt und erhöht wurde. 2015 wurden 35 Millionen m³ Sand auf einer Länge von 8 Kilometern zwischen Camperduin und Petten aufgeschüttet, um die Küste zu befestigen. Dadurch verlagerte sich die Küstenlinie um 300 Meter ins Meer, und Petten erhielt einen neuen Strand! Außerdem entstand ein neues Dünengebiet: die Hondsbossche Duinen. Dieser ehemals schwache Abschnitt der nordholländischen Küste ist nun besser vor Überschwemmungen geschützt und ein Juwel an der Nordseeküste.
Das Bauunternehmen Van Oord-Boskalis war für den Bau des neuen Strand- und Dünenbereichs von Petten verantwortlich. Am Strand errichteten sie auch den Palendorp, ein Kunstwerk und Denkmal aus 160 unterschiedlich hohen Pfählen. Die Pfähle bilden die Silhouette von zehn Häusern und einer Kirche. Sie symbolisieren das alte Dorf Petten bi der Sipe, das seit 1300 existierte und ab 1792 im Meer versank. Durch die fortschreitende Erosion des Sandes werden die Pfähle in den kommenden Jahren immer weiter ins Wasser ragen. 2018 fand ein Einwohner von Petten, dass dem Kunstwerk noch etwas fehlte: eine Schaukel. So wie man sie manchmal an Stränden in tropischen Urlaubsregionen sieht. Kurzerhand hängte er eine Schaukel zwischen zwei hohe Pfähle. Ein Jahr später war die Rede davon, die Schaukel zu entfernen, da sie als ‘verbotenes Spielgerät’ galt. Glücklicherweise geschah aber nichts; die Schaukel hängt noch immer da. Wollen Sie gleich eine Runde drehen und ein paar schöne Fotos machen?



In den Pettemerduinen wurden verschiedene Wanderwege markiert, entlang des Strandes, durch die Dünen und manchmal (im Frühling) durch die Blumenzwiebelfelder. Eine schöne Route ist der „Sand gegen Meer“-Weg. Weitere Informationen zu den Wegen finden Sie auf der Website. Webseite des North Holland Walking Network. Am neuen Strand von Petten gibt es einige Strandpavillons, darunter Strandpaviljoen Zee & Zo und The Sandbar. Letztere ist nur in den Sommermonaten geöffnet. Parken in Petten ist kostenlos – wo sonst findet man das schon? Übrigens ist das Parken auch in den Küstenorten Sint Maartenszee, Callantsoog und Groote Keeten kostenlos.